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[POSTPONED] The Ethics of Genetic Enhancement

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Humboldt Universität

Dorotheenstraße 24

Hörsaal 1.101

Germany

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Es war abzusehen, aber jetzt ist es gewiss: Wegen des Coronavirus müssen Veranstaltungen bis auf Weiteres verschoben werden, und dies gilt natürlich auch für unsen Vortrag mit Tom Douglas über Genetic Enhancement sowie die anderen Veranstaltungen, die wir für April und Mai geplant hatten. Wir werden allerdings neue Termine finden, sobald sich die Lage verbessert hat, auch wenn das noch Wochen oder Monate dauern sollte.
(English text follows below)

Moderne Technologie gibt uns die Macht in einer Art und Weise in die menschliche Fortpflanzung Eingriff zu nehmen, wie es noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre: Durchbrüche in der Genomeditierung wie CRISPR/CAS9 ermöglichen die genetische Veränderung menschlicher Embryonen und mit Hilfe der Präimplantationsdiagnostik können wir anhand immer besser verstandener genetischer Charakteristika entscheiden, welche Kinder wir haben wollen.

Doch sollten wir diese Möglichkeiten wirklich nutzen? Was können wir über die ethische Zulässigkeit der Anwendung von Embryonenwahl und Genomeditierung sagen? Diese Fragen werden sowohl in der Forschung als auch in der Gesellschaft kontrovers diskutiert, viele Menschen hegen eine intuitive Ablehnung gegen derartige Eingriffe. Gleichwohl lässt sich zeigen, dass aus der Akzeptanz weit verbreiteter ethischer Intuitionen umfassende und radikale Schlussfolgerung über die Zulässgkeit von Embryonenwahl und Genomeditierung folgen. Entweder gezwungen, uns von unseren bestehenden Intuitionen zu lösen oder weitreichende Implikationen über die Zulässigkeit von scheinbar extremen Maßnahmen zu akzeptieren, stehen wir vor einem ethischen Dilemma.

Um diese schwierige Situation besser zu verstehen, freuen wir uns, Dr. Thomas Douglas als Referenten begrüßen zu dürfen. Douglas ist Senior Research Fellow des Oxford Uehiro Centres for Practical Ethics. Er ist außerdem Leiter des Projektclusters "Neurointerventions in Crime Prevention: An Ethical Analysis" und Lead Researcher des Oxford Martin Programms zu kollektiver Verantwortlichkeit für Infektionskrankheiten. Der studierte Mediziner erhielt 2005 seinen BA in Philosophy, Politics & Economics (Oxford) und promovierte 2010 in Philosophie (Oxford).

Eine Veranstaltung im Rahmen des Dialogs der Weltanschauungen 2020: "Intelligent Design? Wie der Mensch sich neu entwirft'' unter Mitwirkung von Säkularer Humanismus an Berliner Hochschulen, Humanistischer Akademie Berlin-Brandenburg, Humanismus-Stiftung Berlin, Evolutionärer Humanisten Berlin-Brandenburg und Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg gefördert durch den Berliner Senat.

(Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.)

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Modern Technology enables us to intervene in human reproduction to an unprecedented degree. Breakthroughs in genome editing (CRISPR/CAS9) allow to alter the genetic material of a human embryo, while genetic selection makes it possible to determine which future children to bring into existence on the basis of information about their continously better understood genetic characteristics.

Ought we however use these techniques? What we can infer about the ethics of them from common sense views on natural human reproduction? Suppose that a woman affected with an infectious disease could avoid having a child with a serious genetic disorder by delaying conception for a few months. Many have the intuition that the woman should indeed delay conception. Some ethical approaches show that if we accept this view, we are committed to also accepting some rather radical and controversial conclusions regarding the ethics of genetic selection and gene editing. Therefore we face a dilemma: Either reject widely held intuitions, or accept the radical implications.

To better understand this complex situation we are proud to present Thomas Douglas as a speaker. He is a Senior Research Fellow in the Oxford Uehiro Centre for Practical Ethics. He is also Principal Investigator on the Wellcome Trust-funded project 'Neurointerventions in Crime Prevention: An Ethical Analysis' and Lead Researcher in the Oxford Martin Programme on Collective Responsibility for Infectious Disease. He initially qualified as a medical doctor at the University of Otago (New Zealand) before taking up a Rhodes Scholarship in Oxford, where he received his BA in Philosophy, Politics & Economics in 2005, and his DPhil in Philosophy in 2010.

(The Event will be held in English)



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