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MasterClass | Alte Reben Reloaded

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Veranstaltungsort

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Soho House Berlin

Torstraße 1

10119 Berlin

Germany

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Beschreibung des Events
Zwei Rebsorten, zwei große Namen präsentiert von Michele Longo und Romana Echensperger MW: Barbera d'Asti und Ruchè di Castagnole Monferrato

Zu diesem Event

Programm

12:00 - 13:00 Mittagsbuffet

13:00 - 15:00 MasterClass und Debatte

MasterClass

Die Masterclass am Nachmittag unter der Leitung von Michele Longo und der deutschen Master of Wine Romana Echensperger mit Beiträgen von einigen der besten Weinhersteller des Monferrato konzentriert sich auf zwei große Namen, denen die Presse und die internationalen Expertenwelt am meisten Beachtung schenkt:

Den Barbera d'Asti in seinen verschiedenen Entfaltungen aufgrund verschiedener Böden und Weinanbauarten sowie den Ruchè di Castagnole Monferrato - zwei Weine, aber auch zwei Sorten autochthoner Trauben der Region Piemont, die im Mittelpunkt des E4Quality Programms stehen.

Mit der Weinprobe haben die Teilnehmer die einzigartige Gelegenheit, einen echten didaktischen Exkurs in die Geschichte, die Entfaltungsmöglichkeiten und die Traditionen dieser beiden, für das Piemont so wichtigen Rebsorten, zu machen.

Debatte

Zum Abschluss der Masterclass findet eine Debatte statt, die vom Master of Wine Romana Echensperger unter Beteiligung der anwesenden und teilnehmenden Herstellern durchgeführt wird, um Ideen über das Gebiet und die während des Tages präsentierten Weine sowie deren Perspektiven, kritische Punkte und Potentiale auf dem Berliner Markt zu sammeln.

Barbera d'Asti

Der Barbera ist die am weitesten verbreitete schwarze Rebsorte im Piemont, vor allem in den Provinzen Asti und Alessandria, und ist eine der 5 am weitesten verbreiteten autochthonen Sorten in Italien.

Der Ursprung des Namens ist nicht sicher: Einige behaupten, dass auf Bàrberus zurückgeht (mittelalterlicher Begriff für „ungestüm, aggressiv und unbezwingbar“), für andere wiederum wird er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem „vinum Berberis“, einem roten, vergärten, sauer schmeckendem und adstringierendem Saft, der im spätmittelalterlichen Piemont sehr verbreitet war, „Barbera“ genannt.

Der Wein, dessen Name „La Barbera“ im Italienischen weiblich ist, hat eine ziemlich intensive Farbe, die je nach Boden der Herkunft von Rubinrot bis Violettrot reicht und unweigerlich charakteristische violette Reflexe aufweist. Für die Nase weist er Noten von Veilchen, roten Beeren (Brombeeren), Kirschen, Pflaumen süße würzige Noten von Pfeffer und Nelken sowie von Unterholz.

Ein guter Barbera ist ein sehr gastronomischer Wein, der während der Mahlzeit getrunken werden kann. Er zeichnet sich durch seinen hohen Säuregehalt und die wenigen Tannine aus, die niemals ins Aggressive übergehen.

In der Masterclass lernen wir die beiden Haupttypen von Barbera D'Asti kennen: Berbera aus Sabbie Gialle oder Asti in den lehmreichen Gebieten des Monferrato, wo Sand, der sehr reich an Fossilien, Tuffstein und Kreide ist, zu einem frischen und fruchtigen Barbera führt, der nicht so tanninhaltig und aromatischer ist. Er zeichnet sich durch einen geringeren Säuregehalt aus und weist einen geringeren Alkoholgehalt und feinere Aromen wie die von Veilchen, Himbeeren, Kirschen und Brombeeren sowie Nelken- und Pfeffergeschmacknoten auf.

Erwähnenswert auch der Barbera da Terre Bianche, den wir auf mergeligeren und nährstoffarmen Böden finden, die an Tanninen reichere Weinen hervorbringen, die mit ihrem höheren Alkoholgehalt, einer zu Rubinrot neigender Farbe, ihrer langsameren Reifung und ihrer höheren Alterungsfähigkeit einen höheren Säuregehalt und eine starke Struktur aufweisen. Hier sind die Düfte intensiv und tief, mit fruchtigen Kirsch- und Brombeernoten sowie würzigen Pfeffer- und Nelkennoten.

Die Herstellungsvorschriften für Barbera d'Asti sehen mindestens 90% Barbera-Trauben und 10% anderer, nicht-aromatischer Rebsorten vor. Der Barbera d'Asti entfaltet sich je nach den Bodeneigenschaften und Weinanbauarten unterschiedlich: vom Barbera d'Asti „vivace“ (halb-sprudelnd) über den in Stahl gekelterten Wein, der frischere und unmittelbarere Weine hervorbringt, bis hin zur Verwendung von Holzfässern, die auf die Herstellung der Weinsorte Superiore abzielen, die komplexer und für einen zeitlich herausgeschobenen Konsum bestimmt ist. Obwohl er unmittelbar genießbar ist, ist der Barbera d'Asti ein Wein, für den es Jahre dauern kann, bis der beste Moment für die Genuss erreicht ist.

Ruchè aus Castagnole Monferrato

Die Herstellungsregeln dieser autochthone Rebsorte des Monferrato, die früher einmal ein Geheimtipp war, machen nur in 7 Gemeinden rund um das Dorf Castagnole Monferrato (dem sie ihren Ursprung verdankt) den Anbau möglich. Es war der Pfarrer von Castagnole, Don Cauda, der sich für ihre Wiederentdeckung und Behauptung einsetzte.

Der Ruchè ist in seiner Art einzigartig, ein seltenes Beispiel für trockenen, aromatischen Rotwein; seine Rebsorte produziert Weine, die nicht mit anderen Sorten zu verwechseln sind, Weine von großem Charme und Raffinesse, so dass sie als „der rote Prinz des Monferrato“ bezeichnet werden.

Der Wein Ruchè zeichnet sich durch eine Farbe aus, die von Rubinrot bis Violettrot reicht und sich mit zunehmendem Alter in Nuancen von Granatrot und Orange verwandelt. Die Nase wird durch ihre zarte blumige (Rose, Iris, Lavendel), würzige Note (schwarzer Pfeffer, Minze, Koriander, Zimt, Muskatnuss) mit einer Aromamischung aus fruchtigen roten Beeren. Am Gaumen entfaltet er sich als trockener Wein mit dichten Tanninen, aber nie aggressiv und mit einem guten Säuregehalt. Harmonisch und weich, blumig, mit seinem unverwechselbaren würzigen Charakter und intensiven Waldbeerenaromen.

Die Maßregelung sieht vor, dass mindestens 90% Ruchè-Trauben im Wein enthalten sind (mit Barbera und Brachetto allein oder in Kombination mit maximal 10% anderer Reben).

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