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Macht, Herrschaft und die Befreiung von der Schuld

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Kulturcafé Komm du

Buxtehuder Str. 13

21073 Hamburg

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Macht, Herrschaft und die Befreiung von der Schuld

Die Publizistin Hannah Arendt identifizierte das Böse nicht nur als teuflisch, sondern als Ergebnis der Unfähigkeit des Menschen, über die Wirkungen der eigenen Handlungen nachzudenken. Die mangelnde Bereitschaft, die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, macht das Böse damit nicht nur zu einem Teil einer Weltanschauung oder eines Systems, sondern zeigt sich überall: Im Alltag, in jedem Mitmenschen und in jedem selbst.

Das Entgegenkommen des Menschen, sich von der Schuld zu befreien, in dem die Verantwortung abgegeben wird an jene, die herrschen und beherrschen, verfestigt Herrschafts- und Machtstrukturen, dessen negativer Höhepunkt der Machtmissbrauch darstellt.

„Die Herrschenden müssen bewacht werden, nicht die Beherrschten“, forderte Friedrich Dürrenmatt. Doch um die Herrschenden bewachen zu können, müssen die Beherrschten nicht nur lernen, Verantwortung zu tragen, sondern die Bereitschaft entwickeln, dies auch zu tun. Dabei spielt die Gestaltung der Systeme eine entscheidende Rolle. Hierarchien be- und verhindern die Entfaltung von Verantwortung.

Die Lösung kann in flexiblen Strukturen liegen, in denen ein unten und oben nicht mehr existiert beziehungsweise Herrschaftspositionen jederzeit abgerufen werden können.

In seinem Buch „Das Sein und das Nichts“ schreibt der Existentialist Jean-Paul Sartre:

„Die wesentliche Konsequenz unserer vorangehenden Ausführungen ist, daß der Mensch, dazu verurteilt, frei zu sein, das Gewicht der ganzen Welt auf seinen Schultern trägt: er ist für die Welt und für sich selbst als Seinsweise verantwortlich. […] Diese absolute Verantwortlichkeit ist übrigens kein Akzeptieren: sie ist das bloße logische Übernehmen der Konsequenzen unserer Freiheit.“

Die Begriffe Macht und Herrschaft sollen mit Leben gefüllt werden, um an der Weggabelung aus Verantwortung und der Befreiung von der Schuld, die jeweiligen Konsequenzen aufzuzeigen. Die absolute Verantwortlichkeit rückt dabei ins Zentrum der Betrachtung.

Im Dialog auf Augenhöhe mit Gunther Sosna (Initiator Neue Debatte) und der Künstlerin und Friedensaktivistin Alex Ross werden Überlegungen angestellt, welche Voraussetzungen und Strukturen in der Lebenswelt geschaffen werden müssten, um Herrschaft effektiv zu beschränken und einen Missbrauch der Macht zu verhindern.

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