Cello in Concert

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Cello in Concert

Ein besonderer Celloabend in der Mendelssohn-Remise in Erinnerung an den Jahrhundertcellisten Pablo Casals.

Zeit und Ort

Datum und Uhrzeit

Veranstaltungsort

Haus Mendelssohn Jägerstraße 51 10117 Berlin Germany

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Cello in Concert

Wir laden Sie herzlich ein, am Samstag, den 3. Dezember 2022, um 19:00 Uhr einen besonderen Celloabend in der Mendelssohn-Remise in Erinnerung an den Jahrhundertcellisten Pablo Casals zu erleben.

Programm:

Werke von Johann Sebastian Bach, Alberto Ginastera, Ludwig van Beethoven, Eugène Ysaÿe und Franz Waxman.

Uhrzeit:

18:30 Uhr - Einlassbeginn

19:00 Uhr - Konzertbeginn

Über das Konzert:

2023 begehen wir den 50. Todestag des Musikers und Friedensaktivisten Pablo Casals. Zur Einstimmung auf das Gedenkjahr begibt sich der junge Berliner Cellist Philipp Schupelius gemeinsam mit der Pianistin Yukino Kaihara auf die Spuren des großen Vorbildes und erkundet in Musik und Wort dessen Gedanken, Ideen und Musikverständnis. Für das dem Konzert zugrunde liegende CD-Konzept „Pau oder Fiddling while Rome burns“ erhielt Philipp Schupelius im Oktober den mit 10.000 Euro dotierten „Fanny Mendelssohn Förderpreis“.

„Die einzigen Waffen, die ich je besessen habe, sind mein Cello und mein Dirigierstab“, hat Casals gesagt, dessen katalanischer Name „Pau“ Frieden bedeutet. „Pau oder Fiddling While Rome Burns“ nun stellt das ungewöhnlich konsequente Eintreten des Cellisten für den Frieden in den Vordergrund. Entstanden ist eine Hommage an Pablo Casals, der sein Leben lang die Kraft der Musik kompromisslos in den Dienst der Welt stellte.

Casals Weg und seine Botschaft von Frieden zu beleuchten und weiterzutragen, hat sich Philipp Schupelius mit seinem Konzept zum Ziel gesetzt. Vor dem Hintergrund eines Krieges, den in dieser Form kaum jemand für möglich gehalten hat, stellt er sich zudem die Frage: „Welchen Beitrag kann Musik leisten? Was kann Musik einem Krieg entgegensetzen?“ Dabei entdeckt er Antworten bei Casals, die eine Vision von Freiheit beschreiben, die so nur die Kunstform der Musik erschaffen kann. Nur sie existiert in dem ganz anderen und ganz eigenen Kunstraum, der Grenzen aufhebt, die ethische, kulturelle oder sprachliche Unterschiede schaffen.

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Über Philipp Schupelius:

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Philipp Schupelius ist vielfach ausgezeichneter Cellist und begeisterte sein Publikum als Solist und Kammermusiker bereits auf zahlreichen europäischen Bühnen. Derzeit studiert er an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Das Studium wird ermöglicht durch das Sodalitas-Patronat.

Zu Philipp's zahlreichen Auszeichnungen gehört die „Discovery Award“ der International Classical Music Awards (ICMA) 2020 und aktuell im Sommer dieses Jahres die Silbermedaille des Eurovision Young Musicians Contest beim Festival Radio France in Montpellier. Zuletzt erhielt er im Oktober 2022 den Boris Pergamenschikow Grant. Im gleichen Monat wurde er mit dem Fanny Mendelssohn Preis 2023 ausgezeichnet. Seine Debüt-CD wird im Sommer 2023 erscheinen. 

Bereits 2017 debütierte Philipp mit Tschaikowskys Rokoko Variationen und den Bergischen Symphonikern. Das Konzert wurde vom WDR übertragen. Seitdem spielte er solistisch in der Tonhalle Zürich, beim Festival Next Generation, im Konzerthaus Berlin, in der Philharmonie Berlin, bei den Dresdner Musikfestspielen, im KKL Luzern, beim Rheingau Musikfestival und mit Daniel Hope beim Schleswig-Holstein Musikfestival. 

Im Januar 2022 spielte er erstmals ein Recital in der Carnegie Hall in New York. Zu den Highlights der kommenden Monate zählen unter anderem die Aufführung des Stücks „Intercourse of Fire and Water“ des chinesischen Komponisten Tan Dun mit der Thüringer Philharmonie sowie Kammermusik mit Daniel Hope (Violine) und Philip Dukes (Viola) im Beethovenhaus in Bonn und mit Benjamin Hochman (Klavier) im Lobe Block, Berlin. 2023 wird er mit Recitals u.a. bei den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim Festival Radio France auftreten.

2003 in Berlin geboren, begann Philipp das Cellospiel mit acht Jahren bei Ulrich Voss. Von 2018 bis 2022 studierte er am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Bereits 2018 erhielt er ein Stipendium der Kronberg Academy. Er war zudem Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Seit März 2020 wird Philipp von der Hoelzer v. Borckeschen Musikstiftung gefördert.

Im Rahmen von Meisterkursen hatte er Unterricht bei Lynn Harrell, Frans Helmerson, Wolfgang Boettcher, Claudio Bohorquez, Jens-Peter Maintz, Daniel Hope, Daniel Geiss, Steven Isserlis und Christoph Eschenbach. Im Sommer 2018 nahm er an der Menuhin String Academy in Gstaad bei Ivan Monighetti teil.

Als Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Philipp seit Februar 2019 ein Cello mit Zettel Joseph Gagliano, Neapoli 1720.

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Über Yukino Kaihara:

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Die Pianistin Yukino Kaihara stammt aus Hiroshima, Japan. Dort begann sie früh ihre musikalische Karriere.

Als Preisträgerin des Tokio Musikwettbewerbs und nach erfolgreicher Teilnahme am Wettbewerb Long-Thibaud-Crespin in Paris spielte sie in den vergangenen Jahren mit Orchstern wie dem Tokyo Symphony Orchestra und dem Tokyo Philharmonic Orchestra. 2018 debütierte sie zudem in der Suntory Hall mit dem Ravel Piano Concerto.

Yukino Kaihara erhielt 2014 und 2015 ein Stipendium des Munetsugu Angel Fundraising, seit 2017 wird sie mit dem YAMAHA-Musikstipendium gefördert. Seit 2021 wird sie durch die Röhm Academy unterstützt.

Yukino Kaihara ist Absolventin der Universität der Künste Tokio, wo sie bei Kei Itoh studierte, und beendete ihre Studien dort als beste Klavierstudentin mit 4 Sonderpreisen. Derzeit setzt sie ihre Studien an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Björn Lehmann fort.

Yukino Kaihara ist sowohl als Solistin und Kammermusikerin als auch als Korrepetitorin gefragt und begleitete Geiger und Cellisten beim Japanischen Musikwettbewerb, beim Internationalen Wettbewerbs Long-Thibaud-Crespin und beim Internationalen Queen Elisabeth Wettbewerb.

Als Neu-Berlinerin hat sie in der hiesigen Konzertszene schnell Fuß gefasst und ist bereits auf zahlreichen deutschen Bühnen aufgetreten.

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Benefizkonzert zugunsten von:

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Wir unterstützen mit unserem Celloabend die Organisation MitMachMusik.

MitMachMusik fördert die Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen ebenso wie einheimischer Kinder aus einkommensschwachen Familien durch gemeinsames Musizieren.

Damit junge Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind, hier nicht nur unterkommen, sondern sich zu Hause fühlen und sich in unsere Gesellschaft integrieren können, braucht es mehr als ein Dach überm Kopf. Es braucht emotionale, kulturelle und intellektuelle Zuwendung und Ansprache. Wir wissen, dass Musik die universelle Sprache ist, die über alle weltanschaulichen, kulturellen und religiösen Unterschiede hinweg die Verständigung zwischen Menschen ermöglicht.

Mit Musik lernen Kinder, sich auszudrücken ebenso wie anderen zuzuhören. Sie lernen, sich und anderen zu vertrauen.

Ging es dabei anfangs nur um geflüchtete Kinder, hat sich das Spektrum der Arbeit nach und nach erweitert. Dabei wurden immer mehr einheimische Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien einbezogen.

Damit sie über den Weg der Musik und die damit verbundene Erfahrung ihrer eigenen Fähigkeiten sowie von aktiver Gemeinschaft einen leichteren Zugang zur Teilhabe in unserer Gesellschaft finden.